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Chronik der BVSG Peiting (jetzt BRSG Peiting e.V.)

1966 - 2006
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Neben dem
TSV Peiting beging auch die BVSG Peiting im Jahr 2006 ein Vereinsjubiläum. Am 29.01.1966 fanden sich 22 Sportkameraden aus Peiting und Schongau zusammen, um die "VSG" (Versehrtensportgruppe) Peiting zu gründen.

Neben der Freude am Sport hatten die Gründungsmitglieder ein Wesentliches gemeinsam, nämlich eine körperliche Beeinträchtigung, d.h. eine Behinderung aufgrund eines Unfalles oder noch als Folge des Krieges. Da es für die behinderten Sportfreunde damals fast unmöglich war, sich einem allgemeinen Sportverein anzuschließen, war die Idee naheliegend, einen eigenen Verein zu gründen. Die erste Vorstandschaft setzte sich zusammen aus Andreas Mühlegger (1. Vorsitzender und Schriftführer), Hans Bartl (2. Vorsitzender und Übungsleiter), Amalie Steiner (Kassier) und dem Übungsleiter Karl Jakomet.

Bereits am 05.02.1966 fand der erste Übungsabend in der Aula der Knabenschule statt. Am 04.10.1966 wurde der erste Schwimmabend im Hallenbad der Papierfabrik Schongau abgehalten. Schon bald wandten sich die Versehrtensportler auch dem Wettkampf zu. So beteiligten sie sich an Sitzballturnieren und an Fußballtennis-Turnieren in der Umgebung wie Landsberg, Weilheim, Marktoberdorf, Penzberg. Im Jahre 1968 legten schon 7 Vereinsmitglieder das Sportabzeichen unter Behindertenbedingungen ab.

Eine bedeutende Verbesserung in der Benutzung der Sportstätten erfuhren die Versehrtensportler ab 01.05.1970. So konnten sie nicht nur zum regelmäßigen Übungsabend die neu erbaute Schulturnhalle der Hauptschule beziehen, sondern erhielten ab dem gleichen Zeitpunkt auch zweimal monatlich eine Stunde im neu eröffneten Hallenbad der Stadt Schongau.

Dank der guten Ausstattung mit der Sporthalle war es in den folgenden Jahren möglich, erste Turniere in Peiting auszurichten, und zwar im Sitzball und im Fußballtennis. Ebenso begannen in dieser Zeit die ersten Aktivitäten im Tischtennis, ohne damals zu erahnen, dass diese Sportart sich bis heute zu einer der erfolgreichsten Sparte des Vereines entwickeln sollte. So befinden sich mittlerweile mehrere oberbayerische und bayerische Spitzenspieler im Tischtennis in den Reihen des Vereins.

Die Eröffnung der Sparte Kegeln erfolgte im Jahre 1976.

Am 08.12.1979 fand auf Initiative der VSG Peiting die erste Peitinger Meisterschaft im Fußballtennis statt. Die VSG lud die Peitinger Sportvereine dazu ein und auf Anhieb nahmen 6 Mannschaften daran teil. Damals noch nicht selbstverständlich, war dies ein großer Schritt in Richtung Integration des Behindertensports in den allgemeinen Sport. Dass bei dieser Meisterschaft zwischen behinderten und nichtbehinderten Sportlern die Mannschaft der VSG den 1. Platz gelegte, spricht für die Leistungsfähigkeit der Versehrtensportler. Die jährliche Durchführung der Meisterschaft hat bis heute Bestand.

Eine neuerliche Verbesserung für die Übungsabende bedeutete im Jahre 1980 der Umzug in die neue Dreifachturnhalle im neuen Sportzentrum Peiting-Birkenried. Im gleichen Jahr wurde das Sportangebot mit der Gründung einer Damengymnastik-Gruppe erweitert.

Ein gewisser Wandel im Versehrtensport vollzog sich in dieser Zeit hin zum Behindertensport und zum Sport mit geistig Behinderten. Diesen Bedarf erkannte auch die VSG Peiting und wurde dem gerecht mit der Gründung der Abteilung für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendlichen, damals unter der Leitung von Bärbel Moosmang. 1988 wurde dann eine weitere Gruppe eröffnet für geistig behinderte Erwachsene unter der Übungsleiterin Monika Bauer. Wenn nun im gleichen Jahr zusätzlich zwei Gruppen für Wirbelsäulengymnastik mit der Übungsleiterin Irmgard Kränsel gegründet wurden, so ersieht man daraus, wie turbulent sich damals der Versehrten- und Behindertensport entwickelte. War der Schwerpunkt bis dahin der Sport mit Kriegsversehrten, so konnte nun eine wesentliche Tendenz hin zum Sport mit Unfall-und Zivil-Behinderten, zum Reha-Sport und zum Sport mit geistlich Behinderten, sowohl im Jugendbereich wie auch im Erwachsenenbereich erkennen. Hier galt es für die Vorstandschaft unter dem Vorsitzenden Andreas Mühlegger, sich schnell auf die neue Situation einzustellen und die Rahmenbedingungen zu schaffen, um auf die neuen Anforderungen eingehen zu können. Neue Sporträume mussten erworben werden und Übungsleiter mussten für die neuen Gruppen gewonnen werden. Doch diese sicherlich nicht leichte Phase des Vereins meisterte Andreas Mühlegger mit seiner Vorstandschaft hervorragend und bereits kurze Zeit später war der erheblich erweiterte Sportbetrieb Routine. Heute ist für den sportlichen Ablauf die Sportwartin Rita Stichaner zuständig.

Den Strukturwandel des Vereins wollten die Mitglieder dann auch in der Vereinsbezeichnung dokumentieren, und so vollzog sich im Jahre 1989 die Umbenennung von der "VSG Versehrtensportgruppe Peiting" in die "BVSG Behinderten- und Versehrtensportgruppe Peiting".

Noch im selben Jahr schloss sich die BVSG Peiting dem TSV Peiting als Sparte an. In dem Bewusstsein, dass der Verein dadurch nichts an seiner Selbständigkeit verlieren wird, entschlossen sich die Mitglieder in einer Mitgliederversammlung einstimmig zu dem Zusammenschluss mit dem TSV. Der Hintergrund dazu war die Erkenntnis beider Seiten, des TSV und der BVSG, dass sich der Sport im Verbund besser vermitteln lässt, dies auch im Hinblick auf den Integrationsgedanken.

Im Jahre 1997 trat Andreas Mühlegger nach 31 Jahren als erster Vorsitzender zurück. Als Gründungsmitglied und "Leittier" über 31 Jahre war Andreas Mühlegger seiner BVSG ein unschätzbarer Wert. In seiner ruhigen und besonnenen Art führte er den Verein die ganzen Jahre souverän durch alle Phasen der Vereinsgeschichte. Seine Devise "Altbewährtes bewahren und Neues aufbauen" machte den Verein zu das, was er bis dahin darstellte. Besonderen Wert legte Andreas Mühlegger dabei immer wieder auf die Geselligkeit innerhalb des Vereins, die er zusammen mit der Vorstandschaft unter anderem mit der Organisation von Wandertagen und Grillfesten pflegte. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Andreas Mühlegger zum Ehrenvorsitzenden der BVSG ernannt. Aber auch außerhalb des Vereins nahm die Öffentlichkeit die herausragenden Leistungen von Andreas Mühlegger wahr. Dies führte zu folgenden, weiteren verdienten Ehrungen, die Andreas Mühlegger in Empfang nehmen konnte: Peitinger Bürgermedaille, Ehrenzeichen vom Bayerischen Ministerpräsidenten, Goldene Ehrennadel vom BVS Bayern und vom Bezirk Oberbayern, Ehrenteller des BLSV Kreis Weilheim-Schongau.

So war es für den Nachfolger von Andreas Mühlegger, dem neuen ersten Vorsitzenden Albert Gumpinger kein Leichtes, die Leistungen seines Vorgängers zu steigern. Trotzdem verstand es Albert Gumpinger, den Verein in ähnlicher Weise weiterzuführen und weiterzuentwickeln. So wurde im Jahre 2000 die Wirbelsäulengymnastik um eine Gruppe auf drei erweitert. Dadurch konnte der bereits ausgesprochene Aufnahmestopp in dieser Sparte wieder aufgehoben werden. Als Übungsleiterin konnte Ulrike Rückinger gewonnen werden, inzwischen leitet die Gruppe die Übungsleiterin Claudia Heger.

Außerdem gründete Albert Gumpinger mit Monika Bauer im Jahre 2003 eine Abteilung für Behinderten-Reiten. Diese Gruppe erfreut sich ausgesprochener Beliebtheit unter der Leitung von Übungsleiterin Heidi Hepp.

Ab 2006 führte den Verein
Franz Seidel an. Der aktuelle Mitgliederstand beläuft sich auf 362. 

Im März 2008 wurde der Vereinsname in BRSG Peiting geändert.

(Behinderten- und RehaSportGruppe Peiting)

Im Mai 2010 wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen

(Behinderten- und RehaSportGruppe Peiting e.V.).